Dienstag, 25. Oktober 2016

Ankunft in Lauterbrunnen

Im 1969er Bondfilm ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE kommt James Bond 007 mit dem Zug am Bahnhof Lauterbrunnen an, um von dort per Kutsche und Helikopter zum Piz Gloria weiter zu reisen - zusammen mit Fräulein Bunt und ihren Schergen.

Die entsprechenden Drehorte in der idyllischen Gemeinde im Kanton Bern sind auch heute noch leicht wieder zu erkennen, trotz einiger Modernisierungen und Umbauten, die auch aktuell vorgenommen werden.




Sonntag, 24. Juli 2016

Ken Adam reloaded?

Auf der San Diego Comic Con wurden der Titel und der Teaser der neuen Star-Trek-Serie bekannt gegeben: Star Trek Discovery.





Das Design der Discovery mit einem großen, dreieckigen Hinterteil sowie der Asteroiden-Raumbasis erinnert dabei stark an Konzepte, die in den 1970er Jahren von Sir Ken Adam und Star-Wars-Designer Ralph McQuarrie für den unrealisierten Star Trek: Planet of the Titans, beziehungsweise der ebenfalls unrealisierten Classic-Nachfolgeserie Phase 2 entwickelt wurde, siehe beispielsweise hier oder hier.

Samstag, 23. Juli 2016

Bourne to be Bond

Der neue Jason-Bourne-Streifen mit dem Titel JASON BOURNE steht ins Haus, und so verwundert es nicht, dass sich sowohl Regisseur Paul Greengrass als auch Bourne-Darsteller Matt Damon in Interviews auch zum Bond-Franchise geäußert haben. Beide nicht besonders positiv, was sicher zum Teil auch daran liegt, dass die Frage nach Bond wohl in fast jedem Interview auftaucht und irgendwann nervt, wenn man eigentlich ein Konkurrenz-Produkt vermarkten will.

Die Aussagen von Greengrass und Damon werfen, obwohl sie etwas fragwürdig sind, interessante Fragen zum Franchise auf.


Sonntag, 5. Juni 2016

Como Royale

Vor fast genau zehn Jahren - am 30. Mai 2006 - wurde am Comer See die berühmte Schlussszene von CASINO ROYALE mit dem noch berühmteren Satz The Name is Bond. James Bond. gedreht. Nachdem er die Telefonnummer von Mr. White (Jesper Christensen) auf dem Handy von Vesper (Eva Green) entdeckt hat, stellt Bond den mysteriösen Hintermann auf dessen Anwesen.

Gedreht wurde dafür auf dem Anwesen der Villa Gaeto nahe der Ortschaft San Siro.



Mittwoch, 1. Juni 2016

Wo Bond auf Star Wars trifft

Villa Del Balbianello, Lake Como, zu sehen in Casino Royale und Star Wars - Attack of the ClonesWährend sich in den Medien die Gerüchte um Daniel Craigs Rücktritt als Bonddarsteller häufen, hat sein famoses Debüt als 007 in diesem Jahr zehnjähriges Jubiläum. Drehort für CASINO ROYALE waren neben Tschechien, den Bahamas und Venedig zwei Villen am Comer See. Villa del Balbianello in Lenno an der Westküste des Sees stellte ein Sanatorium dar, in dem Bond sich nach der Folter erholt. Das Anwesen auf der Spitze der Halbinsel Lavedo war 2002 auch schon als außerirdisch schöne Kulisse für STAR WARS: ATTACK OF THE CLONES zu sehen.


Montag, 11. April 2016

For Your Eyes Only: Jubiläums-Event in Cortina

Vor 35 Jahren kam FOR YOUR EYES ONLY in die Kinos. Die fünfte Tödliche Mission von Sir Roger Moore begeisterte vor allem mit Actionszenen, die man so noch nie gesehen hatte, darunter eine Jagd per Ski und Motorrad durch einen Eiskanal. Um das Jubiläum dieses Klassikers angemessen zu würdigen, lädt der James Bond Club Deutschland in Zusammenarbeit mit dem James Bond Club Schweiz zu einem besonderes Event ein: Unter dem Titel FOR YOUR EYES ONLY - 35 Years of Bonding in Cortina vom 1. bis 3. Juli an den Originalschauplätzen in Cortina d'Ampezzo! Stargäste sind unter anderen John Moreno (Bonds Kontaktmann Luigi Ferrara), John Wyman (Erich Kriegler) und Stunt-Veteran Rémy Julienne, der mit dem Film erstmals für Bond arbeitete und bis GOLDENEYE im Einsatz war. Hier das Programm:

- 2-Tage-Location-Tour in und um Cortina d'Ampezzo (inkl. Bus-Transfer und Imbiss)
- Dinner am Samstag
- Meet & Greet mit den Stars
- Professionelle Fotoshootings
- Autogramme und Goodies
- Diverse Überraschungen


Da die Anmeldungen aus organisatorischen Gründen zentral an einer Stelle zusammenlaufen sollen, haben wir uns darauf geeinigt, dass sich alle Teilnehmer über den JAMES BOND CLUB SCHWEIZ anmelden.
Sendet daher bitte eine Mail an den Schweizer Eventmanager Peter Hermann unter der Angabe der teilnehmenden Personen (bitte mit Namen):

events@jamesbondclub.ch

Nähere und aktuelle Informationen auch auf der Facebookseite des Events.




Montag, 21. März 2016

Der Problembeseitiger

Der vierte James-Bond-Darsteller Timothy Peter Dalton wird heute 70 Jahre. Er steuerte zwar "nur" zwei Beiträge zum Bond-Universum bei, aber es sind zwei, die es in sich haben. Dalton ist der Bond der Widersprüche. Die breite Masse der Kinozuschauer kennt oft noch nicht einmal seinen Namen, und in TV- und Filmzeitschriften fällt meist nur als Kommentar, dass er beim Publikum nicht besonders gut ankam. Er gilt eher als Fußnote, als unsicherer Übergang zwischen Moore und Brosnan. Dagegen ist sein Ansehen bei den Fans ungleich höher. Gerade der Umstand, dass er seine Rolle verhältnismäßig ernst nahm, kommt bei vielen Fans, die Bond ja ebenfalls ernster nehmen als Durchschnittszuschauer, sehr gut an. Aber auch zwischen seinen beiden Bondfilmen gibt es Widersprüche. THE LIVING DAYLIGHTS zeigt vielleicht den 'most sophisticated' Bond überhaupt. Einen, der klassische Musik genießt und gute Restaurants in Karachi kennt.

Samstag, 6. Februar 2016

Der Titelsong als Teil der Erzählung

Sam Smith: Writing's On The Wall, Titel von Daniel KleinmanIn den Fünfziger und Sechziger Jahren waren speziell animierte Einleitungssequenzen mit entsprechenden Liedern noch ein selbstverständlicher Bestandteil von Filmen. Sie informierten nicht nur über Filmtitel und Darsteller, sondern bereiteten die Zuschauer auch auf Thema und Stimmung des Filmes vor. Sofern die Zuschauer schon im Lichtspieltheater ihrer Wahl Platz genommen hatten. Falls nicht lieferte die Titelsequenz immerhin das gute Gefühl, noch nicht viel vom eigentlich Film verpasst zu haben, und die genervt zum Platz machen gezwungenen Mit-Zuschauer ebenfalls nicht. Eine Aufgabe, die heute die 45-minütige Werbung inne hat.

Mit der in medias res beginnenden Action seit FROM RUSSIA WITH LOVE (1963) verschob die Titelsequenz ihre Bedeutung von der plätschernden Einführung hin zur meditativen Verschnaufpause - wer bei den Bondfilmen zu spät im Kino erscheint hat einfach mal Pech gehabt und das Beste verpasst. Im zwischenzeitlich vergangenen halben Jahrhundert wurde sie immer mehr zu Selbstzweck und Selbstreferenz. Mit SPECTRE (2015) scheint sie jedoch eine - zumindest für die Bondfilme - neue dramaturgische Funktion erhalten zu haben.

Donnerstag, 4. Februar 2016

gunbarrel, die Zweite

Gunbarrel, Magazin des James Bond Club DeutschlandMit leichter Verspätung möchte ich auf die zweite Ausgabe der gunbarrel hinweisen, das offizielle Magazin des James Bond Club Deutschland. Im Umfang noch einmal deutlich zugenommen, bietet es eine enorme Fülle an Material zu Bond-Drehorten, Hintergrund-Informationen zu den Filmen oder Interviews mit prominenten Mitgliedern der Bondfamilie. Themenschwerpunkte sind das 50jährige Jubiläum von THUNDERBALL - zu dem ich einen Artikel beigesteuert habe - und natürlich die Produktion des neusten Bondfilms SPECTRE.

Insgesamt eine Pflichtlektüre für jeden Bondfan und eins von vielen Argumenten, Teil des James Bond Club Deutschland zu werden.

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Bond & Beyond wünscht...

Bond und Madeleine Swann in Spectre mit Vodka Martini
Auf 2016!
...einen angenehmen Jahresausklang und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2016! Mit 2015 geht ein klassisches Bondjahr zu Ende, dass uns nicht nur Bond, Blofeld und Spectre zurückbrachte, sondern auch Pussy Galore und Smersh.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Der Sprung in die Neunziger

20 Jahre GOLDENEYE

20 years of James Bond 007 GOLDENEYE, Bungee JumpDezember 1995. James Bond ist zurück! Endlich! Zum ersten Mal in seiner Geschichte erschien ein Bond nicht mit der gemütlichen Regelmäßigkeit gewisser Feiertage, sondern drohte eine zeit lang überhaupt nicht mehr zu erscheinen. Und es gab auch nicht wenige Stimmen, die seine Tage tatsächlich für gezählt hielten. Nicht nur wegen des Endes des Kalten Krieges. In den Achtzigern war die Reihe mit einen stetigen Abwärtstrend der Einspielergebnisse konfrontiert, der mit LICENSE TO KILL in einem Negativ-Rekord mündete. Andere Kinohelden waren mühelos an der einstigen Ikone vorbeigezogen und schienen den Zeitgeist besser zu treffen. 007 spürte den Hauch des Todes, und auf GOLDENEYE lag nicht nur die enorme Vorfreude der Fans, sondern auch die große Skepsis der Kritiker.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Deutschland 83

Deutschland 83, Jonas Nay und Sonja Gerhardt
© Ufa Fiction
Beim Stichwort Deutschland 83 denken Bondfans wohl zuerst an Roger Moore im Clownskostüm und den Plan, eine Atombombe in einer Basis der US-Army in der Bundesrepublik zu zünden. Der Bondfilm OCTOPUSSY war 1983 erstaunlich nahe an der Realität, in der Reagans 'Reich des Bösen'-Rhetorik und NATO-Übungen wie Able Archer die Welt an den Rand eines Atomkriegs führten.

Zur Zeit läuft mit Deutschland 83 eine Miniserie im Fernsehen, die diese Zeit auf sehr spannende Weise aus deutscher Sicht zeigt. Seit ihrer Erstausstrahlung auf der Berlinale wurde sie weltweit mit großem Interesse und Kritikerlob wahrgenommen.

Freitag, 13. November 2015

Der Große Bruder ist überall

SPECTRE: Der erste Eindruck

Christoph Waltz als Oberhauser/Ernst Stavro Blofeld in SPECTREMit leichter Verspätung möchte ich hier mal meine Meinung zu SPECTRE kundtun. Da die Premieren und das Startwochenende bereits hinter uns liegen, enthält der Artikel einige Spoiler.

Der jeweils vierte Film eines Bonddarstellers ist ein besonderes Vergnügen, in dem sich die jeweiligen Stärken, aber auch Schwächen seiner Ära deutlich abzeichnen. Der Darsteller kann in seiner vierten Inkarnation den Charakter so mühelos überstreifen wie ein Dinner Jacket. Wie ein erfahrener Pianist schafft er es mit zwei, drei Noten das Bondtheme anklingen zu lassen. Hier eine Geste, dort ein Blick. 

Montag, 2. November 2015

Bond schreibt Geschichte

SPECTRE pulverisiert Box Office Rekorde in fast jedem Land, in dem der Film schon gestartet ist - Erfolgreichster UK-Kinostart aller Zeiten


Albert R. Broccolis EON Productions, Metro-Goldwyn-Mayer Studios und Sony Pictures Entertainment gaben gestern bekannt, dass SPECTRE in fast jedem Land, in dem der Film bisher schon angelaufen ist, Box Office Rekorde gebrochen hat, angeführt von einem historischen Einspielergebnis in Großbritannien. 

Freitag, 30. Oktober 2015

SPECTRE Deutschlandpremiere in Berlin

Spectre Deutschland-Premiere Berlin, Potsdamer PlatzAuf dem Potsdamer Platz fand gestern abend die feierliche Premiere des neuen James-Bond-Films SPECTRE statt, in Anwesenheit der Produzentin Barbara Broccoli und der Hauptdarsteller Daniel Craig, Christoph Waltz und Naomie Harris. Deutsche Darsteller wie Detlef Bothe, Werner Dehn, Victor Schefé sowie Clemens Schick (CASINO ROYALE), Anatole Taubmann (QUANTUM OF SOLACE) und Bonds deutsche Stimme Dietmar Wunder waren ebenso vor Ort und in Interview-Laune.


Donnerstag, 22. Oktober 2015

Erste Pressereaktionen: "Vielleicht sogar besser als SKYFALL"

SPECTRE Poster mit Daniel Craig und Lea SeydouxNach der ersten Pressevorführung von SPECTRE in London sind im Netz die Reaktionen zu lesen. Und sie sind fast durchweg positiv bis begeistert! Einige finden ihn besser als SKYFALL, sogar als besten Bondfilm überhaupt. Nachfolgend einige Artikel: James Bond is back, stylish, camp, and sexily pro-Snowden (The Guardian, leichte Spoiler enthalten), Perhaps even better than Skyfall (Evening Standard, keine Spoiler), A swaggering show of confidence (The Telegraph, ernsthafte Spoiler), Bond is back - and with a bang - in a movie that warrants ALL the hype with 007 returning to his murderous, glamorous best (Mail Online, leichte Spoiler), Exciting action and laugh out loud funny (ITV, geringe Spoiler), An exhilarating James Bond spectacle that really didn't need to add depth (The Independent, kleinere Spoiler), James Bond is back with a brutal blast as SPECTRE is rated best EVER (The Mirror, leichte Spoiler) und Varity (leichte Spoiler).

Hier einige Reaktionen einzelner Journalisten auf Twitter.

Samstag, 17. Oktober 2015

Drehbuchautor Christopher Wood verstorben

Drehbuchautor Christopher Wood (Moonraker)
Christopher Wood mit Barbara Bach (mi6.hq.com)
Eine traurige Nachricht für die Bondwelt: Der Autor Christopher Wood ist heute verstorben. Er war der Drehbuchautor der beiden Bondfilme THE SPY WHO LOVED ME (Der Spion, der mich liebte, 1977) und MOONRAKER (1979). Außerdem schrieb er zu beiden Filmen Romane, die noch vor John Gardner den literarischen Bond von Ian Fleming in die Siebziger transportierten. In Deutschland erschienen die Bücher unter den Titeln James Bond und sein größter Fall und Moonraker - streng geheim. Seine Erahrungen mit den Bondfilmen schilderte er zudem in seiner Autobiogaphie James Bond, The Spy I Loved. (Hier ein Interview mit Christopher Wood auf MI6-HQ.com)

Roger Moore schrieb zu der Nachricht auf Twitter: How sad to hear Bond screenwriter Christopher Wood has died. He wrote two of my best.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

TRIGGER MORTIS - Der Finger Gottes

Rezension des neuen James-Bond-Romans von Anthony Horowitz

TRIGGER MORTIS -  Der neue James-Bond-Roman von Anthony Horowitz2015 ist nicht nur das Jahr des großen SPECTRE-Revivals. Auch SMERSH kehrt zurück, Bonds ursprünglicher Erzfeind, der seine erste Liebe Vesper Lynd auf dem Gewissen hat und ihn zu dem machte, was er ist - In der Welt der Romane, Bonds Heimatmedium. Während man im neusten Bondfilm an ein Vermächtnis anknüpft, die 1961 mit dem Roman Feuerball begann, setzt der Roman TRIGGER MORTIS - Der Finger Gottes da an, wo Goldfinger 1959 aufhörte. Der britische Schriftsteller und Drehbuchautor Anthony Horowitz schreibt SMERSH das würdige, furiose Finale, das Ian Fleming ihnen vorenthielt.

Horowitz bewegt sich dabei mit einer beeindruckenden Mühelosigkeit in der Welt Ian Flemings und schafft es, sein Buch in der Vergangenheit anzusiedeln und trotzdem zeitgemäß und spannend zu sein. Wo Sebastian Faulks und William Boyd nur 005 und 006 waren, ist TRIGGER MORTIS ein wahrhaftiger 007.

Montag, 14. September 2015

Brücke mit Aussicht

A Vertigo View To A Voyage Home
Den 13. Bondfilm A VIEW TO A KILL, der in diesem Jahr 30 Jahre alt wird, trifft oft der Vorwurf, die Bondformel nur unbefriedigend variiert und Versatzstücke aus früheren Bondfilmen und anderen Werken der Filmgeschichte benutzt zu haben. Die Idee eines Action-Finales auf der Golden-Gate-Bridge war dagegen - ähnlich wie das Rücken-an-Rücken-Plakatmotiv - eine Idee, die seither oft kopiert wurde. Mittlerweile ist die vielleicht berühmteste Brücke in jedem zweiten Sommer-Blockbuster zu sehen, wie in diesem Jahr TERMINATOR: GENISYS, SAN ANDREAS, PIXELS oder ANT-MAN.

Montag, 24. August 2015

SPECTRE-Special: Drehort Obertilliach

Mitte Januar 2015 zog die SPECTRE-Produktionscrew in das Dorf Obertilliach im Ost-Tiroler Lesachtal ein, in dem noch Österreichs einziger Nachtwächter regelmäßig seine Runden dreht. Zwei Wochen lang war es aus mit der Idylle: Flugzeuge stürzten brennend vom Himmel, Häuser explodierten und Männer in schwarz schossen und rannten durch die Gassen. Und schließlich erschien er höchstselbst: Bond, James Bond. Damit dürfte die 700-Seelen-Gemeinde zu einem der vielen Wallfahrtsorte für Bondfans werden.